MÖNCHENGLADBACH – Drei Führungskräfte der Polizei dürfen nach schweren Vorwürfen vorerst nicht mehr arbeiten.
MÖNCHENGLADBACH – Drei Führungskräfte der Polizei Mönchengladbach dürfen vorerst nicht mehr arbeiten. Die Beamten sollen sich durch Mobbing, sexualisierte Sprache sowie grenzüberschreitendes Führungsverhalten schuldig gemacht haben. Das meldet der WDR. Polizeipräsident Stephan Zenker leitete in der vergangenen Woche nach Bekanntgabe der Vorwürfe umgehend disziplinarrechtliche und organisatorische Maßnahmen ein. Den drei Führungskräften untersagte die Behörde vorläufig, ihre Dienstgeschäfte fortzuführen.
Die betroffene 18-köpfige Dienstgruppe organisierte die Polizei infolge intern neu. Von einer Auflösung ist nach Angaben der Behörde nicht die Rede. "Die Maßnahme dient dem Schutz der Beschäftigten und soll sicherstellen, dass der Dienstbetrieb aufrechterhalten bleibt", erklärt die Polizei. Neben den drei Führungskräften soll es auch Vorwürfe gegen weitere Beamte geben. Berichte über sechs weitere betroffene Beamte bestätigte die Behörde nicht. Diese Beschäftigten sind bislang noch im Dienst.
Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach prüft nun, ob die Vorwürfe auch strafrechtlich relevant sind. Sollte sich ein entsprechender Verdacht bestätigen, übernimmt eine andere Polizeibehörde aus Neutralitätsgründen die weiteren Ermittlungen. Auch das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen informierte die Polizei über die Vorgänge. "Wir nehmen die Vorwürfe ernst und da gehört für uns auch dazu, dass wir das Innenministerium in Kenntnis setzen", erklärt die Polizei.