Ungewöhnlicher Einsatz in Starnberg: Ein Pferd plumpst vom Steg in den See. Wasserwacht und Feuerwehr rücken an.
STARNBERG - Ein ungewöhnlicher Einsatz rief am Dienstagabend gegen 21:15 Uhr Wasserwacht und Feuerwehr Starnberg auf den Plan: Ein Pferd war vom Steg südlich des Undosa in den Starnberger See gefallen. Die Einsatzmeldung „Pferd im See" ließ bei den Helfern kurz stutzen - schließlich sind an der Starnberger Seepromenade eher Seepferdchen ein Thema.
Ross und Reiter waren kurz zuvor gemütlich durch die Starnberger Innenstadt spaziert. Für den Hengst keine ungewöhnliche Situation: Das Tier ist stadterprobt und kennt sogar die Drive-in-Spur eines lokalen Schnellrestaurants. Auch der Steg am Undosa schien zunächst kein Problem zu sein - bis das Pferd offenbar kurz erschrak, einen Schritt zur Seite machte und dabei ins Wasser fiel. Die hohe Kaimauer machte ein Herausklimmen an der Seepromenade unmöglich.
Als die Rettungskräfte eintrafen, stand der Halter bereits im Wasser neben seinem Pferd - das von der ganzen Situation bemerkenswert unbeeindruckt wirkte. Nach kurzer Absprache schwammen die beiden gemeinsam um den Rettungssteg herum und arbeiteten sich im flachen Wasser parallel zur Seepromenade bis zum Münchener Ruder- und Segelverein (MRSV) vor. Das Rettungsboot der Wasserwacht begleitete sie dabei zur Sicherheit. An der Rampe des MRSV empfingen sie Kameraden der Feuerwehr - und der Ausstieg klappte reibungslos.
Weder das Pferd noch sein Halter trugen Verletzungen davon. Nach einer kurzen Trocknungspause traten die beiden schließlich gemeinsam den Heimweg an. Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und der Polizeiinspektion Starnberg vor Ort.