Nördlinger Pfadfinder feiern 55 Jahre Christbaumsammlung mit der Pflanzung eines Baumes am Bahnhofsvorplatz.
NÖRDLINGEN - Passend zum 55-jährigen Bestehen ihrer Christbaumaktion pflanzten der Club der Pfadfinderfreunde des Stammes Nordilo der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und der Stamm Nordilo der DPSG einen Baum am Bahnhofsvorplatz. Seit dem Jahr 1971 sammeln die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Nördlingen ausgediente Christbäume ein und unterstützen mit dem Erlös zahlreiche soziale und gemeinnützige Projekte in der Region.
Was vor 55 Jahren mit rund 50 eingesammelten Bäumen begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer festen Einrichtung im Nördlinger Stadtgebiet. Anfang der 2000er-Jahre erreichten die Helfer mit etwa 1.500 eingesammelten Christbäumen den bisherigen Höchststand. Seit der Corona-Pandemie sammeln sie jährlich im Durchschnitt rund 950 Bäume. Insgesamt kamen in den vergangenen 55 Jahren 56.775 Christbäume zusammen - nicht nur in der Nördlinger Kernstadt, sondern auch in sechs Stadtteilen.
Möglich macht die Aktion bis heute das große Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher. Jahr für Jahr beteiligen sich zwischen 40 und 45 Helferinnen und Helfer im Alter von 16 bis 86 Jahren an der Sammlung. Der Erlös fließt traditionell überwiegend in soziale und gemeinnützige Projekte. Ein Teil des diesjährigen Erlöses soll in Nördlingen verbleiben. Deshalb unterstützen die Pfadfinder heuer die "Nördlinger Hilfe in Not" mit 555 Euro.
Oberbürgermeister David Wittner dankte den Pfadfinderinnen und Pfadfindern für ihr jahrzehntelanges Engagement, die Baumspende und die Unterstützung der "Nördlinger Hilfe in Not". Besonders würdigte er den Einsatz der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die die Christbaumaktion seit Jahrzehnten mittragen und damit einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander in Nördlingen leisten.