Horror-Crash auf A6: Rumänischer Trucker (53) rast in stehenden Lastwagen und stirbt noch am Unfallort. Weiterer Lastwagenfahrer erleidet leichte Verletzungen.
A6 BEI LICHTENAU - Auf dem Seitenstreifen stand am Mittwochmorgen ein Lastwagen. Warum? Noch absolut unklar. Was dann passierte, entwickelte sich zur Tragödie. Ein 53-jähriger Rumäne fuhr mit seinem Lastwagen auf das stehende Fahrzeug auf.
Bedingt durch die Wucht des Aufpralls verformte sich die Fahrerkabine des 53-Jährigen massiv. Ersthelfer waren sofort zur Stelle. Jedoch mussten sich die eintreffenden Rettungskräfte erst einen Weg zum Trucker bahnen. Der Mann hatte jedoch so schwere Verletzungen erlitten, dass er trotz aller Rettungsversuche noch am Unfallort verstarb.
Der 58-jährige türkische Trucker hingegen hatte Glück im Unglück und erlitt nur leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Das waren Bilder, die auch für die Rettungskräfte nicht alltäglich sind. "Ja, auch an uns geht so ein Unfall nicht spurlos vorüber. Es sind schlimme Bilder, die wir sehen, aber wir haben hier gute Maßnahmen in den Dienststellen beziehungsweise auch untereinander. Wir sprechen über das Gesehene und über das Geschehene und holen uns notfalls professionelle Hilfe und arbeiten das Gesehene und Geschehene auf", erklärt Oliver Trebing, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Mittelfranken gegenüber Vifogra.
Trebing betont auch, dass Ersthelfer wichtig sind. Doch auch bei der Ersten Hilfe gibt es wichtige Dinge zu beachten, worauf er explizit noch einmal hinweist: "Wenn Sie sich, gerade auf einer Autobahn, nicht selbst in Gefahr bringen - der Eigenschutz ist mit das Allerwichtigste. Sie sollten sich selbst nicht in Gefahr bringen und dann dem Verletzten Hilfe leisten beziehungsweise auch einen Notruf absetzen."
"Rufen Sie so schnell wie möglich die 110. Sichern Sie die Unfallstelle ab. Sichern Sie sich selbst ab, mit einer Warnweste, schalten Sie das Warnblinklicht an und passen Sie auf sich auf, dass Ihnen nichts passiert. Und ganz wichtig: Rufen Sie die 110 oder den Notruf 112 an und teilen Sie den Kollegen am Telefon mit, was Sie wahrgenommen haben und versuchen Sie alle Fragen zu beantworten", appelliert Trebing an potenzielle Ersthelfer.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, gilt es nun zu ermitteln. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft gab ein Sachverständiger ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag. Um den Rückstau ab der Anschlussstelle Lichtenau aufzulösen, führten die Beamten diesen nach den Rettungs- und Bergungsarbeiten an der Unfallstelle vorbei.
Für weitere Maßnahmen, wie das Gutachten und die Bergung, bleibt die A6 in Fahrtrichtung des Unfalls bis auf Weiteres gesperrt. Autofahrer müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen.