Jugendliche verschiedener Nürnberger Schulen erkundeten beim Europatag die Bedeutung der EU für ihren Alltag.
NÜRNBERG - Wie würde der Alltag ohne die Europäische Union aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler verschiedener Nürnberger Schulen beim zweiten Europatag am Freitag im Rathaus der Stadt Nürnberg.
In interaktiven Workshops diskutierten die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, welche Auswirkungen europäische Zusammenarbeit auf ihren Alltag hat - von Reisefreiheit und Roaming-Gebühren über Umwelt- und Wasserstandards bis hin zu Verbraucherrechten beim Online-Shopping. Zum Auftakt begrüßte Oberbürgermeister Marcus König die Teilnehmenden persönlich. "Viele Dinge, die für uns heute selbstverständlich erscheinen - offene Grenzen, gemeinsamer Verbraucherschutz oder Umweltstandards - sind das Ergebnis europäischer Zusammenarbeit. Genau das jungen Menschen greifbar zu machen, ist ein wichtiges Ziel des Europatags", sagte Marcus König.
Im weiteren Verlauf setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit aktuellen politischen Fragestellungen auseinander und entwickelten eigene Fragen für die anschließende Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler. Bildungsreferentin Cornelia Trinkl betonte die Bedeutung solcher Dialogformate für die politische Bildung: "Europa darf für junge Menschen kein abstraktes Thema bleiben. Gerade deshalb sind Angebote wie der Europatag hier im Rathaus so wertvoll."
Im anschließenden Panel beantwortete Tobias Winkler Fragen der Jugendlichen zu aktuellen europäischen Herausforderungen und zur politischen Arbeit im Bundestag. Zum Abschluss formulierten die Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Wünsche an Europa, die sie symbolisch an den Bundestagsabgeordneten übergaben. Organisiert wurde der Europatag gemeinschaftlich vom Europabüro der Stadt Nürnberg, dem Bildungsreferat der Stadt Nürnberg sowie dem Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg.