Österreichs LKW-Sperre am Grenzübergang Kiefersfelden sorgt für kilometerlange Staus und schweren Unfall mit Verletzten.
A8/A93 BEI ROSENHEIM - Österreich drosselte am Freitag nach dem Feiertag die Einfahrt von Lastwagen am Grenzübergang Kiefersfelden auf der A93. Bereits kurz nach 5 Uhr morgens bildete sich massiver Rückstau. Die Blechlawine wuchs rasch bis zum Inntal-Dreieck und schwappte am Vormittag auf die A8 über.
Die Baustelle bei Reischenhart verschlimmerte die Lage zusätzlich. Wegen der verengten Fahrbahn und des dichten Verkehrs krachte es dort zweimal - beide Male blieb es bei Blechschäden. Gegen Mittag hob Österreich die Sperre zwar auf, doch der Stau reichte weiter bis über das Inntal-Dreieck hinaus auf die A8.
Etwa auf Höhe der Anschlussstelle Rosenheim West in Richtung Salzburg übersah ein 25-jähriger polnischer Fahrer eines Kleintransporters das Stauende. Um einen Aufprall auf einen italienischen Sattelzug zu vermeiden, riss er im letzten Moment das Lenkrad herum. Zu spät - sein Transporter krachte ins Heck des Tankaufliegers.
Der 25-Jährige trug mittelschwere Verletzungen davon und kam ins Krankenhaus. Die Bergung der schwer beschädigten Fahrzeuge zwang die Polizei, die Autobahn für rund 30 Minuten komplett zu sperren. Weitere 60 Minuten rollte der Verkehr nur einspurig. Die Feuerwehren Au bei Bad Aibling und Pang rückten zusammen mit Rettungsdienst und Autobahnmeisterei aus. Am frühen Nachmittag startete Österreich die Dosierung wegen eines Unfalls am Brenner erneut für eine Stunde - diesmal ohne größere Auswirkungen auf bayerischer Seite.