58 Millionen Euro fließen in bayerische Kommunen. 245 Städte und Gemeinden profitieren vom Städtebauförderungsprogramm.
BAYERN - Der Freistaat Bayern unterstützt dieses Jahr 245 Städte, Märkte und Gemeinden mit insgesamt rund 58 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter betont: "Die Bayerische Städtebauförderung kommt zielgerichtet an, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Auch finanzschwache Gemeinden können dank unserer Fördermittel in ihre Infrastruktur investieren und so für die Menschen vor Ort zu einem attraktiven Lebens- und Arbeitsort werden."
Die Bayerische Städtebauförderung stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist damit ein Stabilitätsanker in bewegten Zeiten, so der Minister. Der Freistaat Bayern stellt im Landesprogramm der Städtebauförderung im Jahr 2026 rund 58 Millionen Euro bereit. "Damit setzen wir erfolgreich bayernspezifische Schwerpunkte neben der Bund-Länder-Städtebauförderung", erklärt Bernreiter.
"Für mich heißt das auch kleinere Gemeinden im ländlichen Raum unbürokratisch zu unterstützen", erläutert der Bayerische Bauminister. Dorthin fließen die meisten Mittel. Denn auch diese Gemeinden sollen auf Dauer für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv bleiben. Der Freistaat unterstützt sie beispielsweise dabei, den öffentlichen Raum an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Hitze und Starkregen sind reale Gefahren, denen die Gemeinden vorausschauend begegnen sollten. Mit den Zuschüssen setzen sie städtebauliche Projekte um, die die Gesundheit von jungen und alten Menschen schützen. Die Klimaanpassung steht damit im Fokus der Förderung.
"Besonders am Herzen liegt mir die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum", so Minister Bernreiter. Vor zehn Jahren rief der Freistaat die Förderinitiative "Leerstand nutzen - Lebensraum schaffen" ins Leben. Im Fokus stand zunächst Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge - heute können alle profitieren, die in leerstehenden Gebäuden neue bezahlbare Wohnungen schaffen. "Die Förderkonditionen sind hervorragend. Unsere Förderprogramme sind am Puls der Zeit!", betont der Bauminister.
Die 2026 geplanten Maßnahmen zur Belebung bayerischer Innenstädte und Ortskerne sind vielfältig. So beabsichtigt beispielsweise die Stadt Karlstadt im Ortsteil Stetten die historischen, denkmalgeschützten Gaden - Keller mit einem Bürgerhaus zu ergänzen und nachhaltig zu nutzen. Zusammen mit der geplanten Aufwertung des Umfeldes soll eine belebte und hochwertige Ortsmitte entstehen.
Die Oberpfälzer Gemeinde Krummennaab setzt Fördermittel ein, um die leerstehenden Gebäude einer ehemaligen Bekleidungsfabrik umzubauen. Hier finden vielfältige soziale Nutzungen eine neue Heimat, etwa Beratungsstellen, eine Tagespflegeeinrichtung und ein Freiraum für Werken und Reparieren. Zudem sollen unterschiedliche Wohnformen entstehen - ganz ohne Neuversiegelung.
Die Gemeinde Winhöring saniert mit Hilfe der Fördermittel das denkmalgeschützte Lechneranwesen, um es als Vereins- und Veranstaltungsort aufzuwerten. Kern der Maßnahme ist ein Veranstaltungssaal mit Foyer, der über barrierefreie Zugänge erschlossen wird. Die angrenzenden Freiflächen zwischen dem Lechneranwesen und dem Rathaus ordnen die Verantwortlichen dabei neu und gestalten sie als öffentliche Grün- und Aufenthaltsbereiche mit Spiel- und Ruhebereichen.
Die Gemeinde Neuschönau saniert die baulichen und technischen Anlagen des Badeweihers, der sich in Laufnähe zum Zentrum der Gemeinde befindet, und verbessert damit die Aufenthaltsqualität. Wie bei anderen Projekten auch folgt die neue, hochwertige und anspruchsvolle Holzfassade der Sanitäranlagen dem gestalterischen Konzept des "Holzweges", das den regionaltypischen Einsatz von Holz vorsieht.